Höhe des Kurzarbeitergeldes: Betriebsräte schreiben Bundestagsabgeordnete aus der Region an

(06.04.2020)

In nahezu allen Betrieben in der Region befinden sich die Betriebsrte entweder in Verhandlungen zur Einfhrung von Kurzarbeit oder sie haben diese Vereinbarungen bereits abgeschlossen. Dabei hat das Ausma der Kurzarbeit jenes der historischen Wirtschafts- und Finanzkrise vor zehn Jahren bereits berschritten. Umso wichtiger ist es, auf die soziale Schieflage aufmerksam zu machen, die mit den erneuerten Regelungen zur Kurzarbeit einhergeht; werden die Arbeitgeber doch ab sofort nicht nur durch die Bundesagentur fr Arbeit von der Lohnzahlung fr Kurzarbeitstage befreit. Obendrein werden ihnen auch smtliche anfallenden Beitrge zur Sozialversicherung erstattet.

Und die Beschftigten? Fallen auf 60 bzw. 67 Prozent ihres Nettos zurck. Nicht einmal den eingesparten Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung mssen die Arbeitgeber den Beschftigten in Form einer Aufstockung zum Kurzarbeitergeld zurckgeben. Dass das nicht gerecht ist, finden auch die Betriebsrte aus Region, ob aus dem Handwerk oder der Industrie. 15 von ihnen haben nun ihren Unmut in Form von Briefen und Mails an die lokalen Bundestagsabgeordneten geuert. Sie drngen auf eine Korrektur dieser sozialen Schieflage und eine verpflichtende Aufstockung zum Kurzarbeitergeld durch den Arbeitgeber.

Unter ihnen auch der Betriebsratsvorsitzende des Hobby Wohnwagenwerks, Frank Trede: ?Ich bin sehr enttuscht ber die jetzige Regelung. Fr einen einfachen Werker bedeutet das einen Rckfall auf 1.200 Euro. Viele mssen davon ihre gesamte Familie durchbringen. Das sind harte Einschnitte, die auch dazu fhren werden, dass ein Facharbeiter nicht mehr in der Lage sein wird, unser Produkt zu kaufen.?

Bleibt zu hoffen, dass sich die angeschriebenen Abgeordneten nun ausfhrlich mit der Situation vor Ort im Wahlkreis beschftigen und entsprechende politische Schlussfolgerungen ziehen.



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